Jan
5
2009
admin
Langsam komm ich in eine Gegend, die ich als romantisch-ruinig bezeichne: an jeder Ecke alte Häuser aus Stein, die im Begriff sind zusammenzufallen.
Es ist arsch-kalt, trotz Sonne. Es geht die ganze Zeit ein leichter Wind, der immer dann stärker wird wenn ich Pause mache. Heute werde ich über eine Skipiste laufen. Das werden 1200 Meter sein, auf meiner Höhe (~700m) liegt kein Schnee.
Finanziell wirds hier besser: alle 10 km ein sog. Gîte, also eine günstige Pilgerherberge, etwa 10 € die Nacht, ohne Essen, dafür mit Küche.

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Jan
3
2009
admin
Gestern war mal wieder Pause angesagt und ich habe in einem sehr empfehlenswerten Hotel in Lyon geschlafen. Es hat alles: eine gemüliche Hotelbar mit einem traumhaften Ausblick auf die Stadt, gute Cocktails, üppiges Frühstück, Zimmerservice, Wifi, keinen Wellness-Bereich, aber happige Preise. Der Zimmerpreis ist ungefähr auf der Höhe der Zimmer, weshalb ich sie warscheinlich als angemessen empfunden habe: hundertvierzig Euro, ohne Frühstück. Mein Zimmer war im 36 Stockwerk. Die Preise der Minibar finde ich unverschämt: fünf Euro für ein Snickers, dafür mit Blick auf die Altstadt und das hässliche Dach vom Ibis.
Das Frühstück war geil. Lachs, handgemachte Majomese, Rührei, Crêpe, Müsli, Ananas, Säfte, Lecker.
Nach diesem kurzen Luxusausflug und der Erkenntnis, dass Geldausgeben auf Dauer auch nicht glücklich macht, laufen dagegen schon, bin ich in Zug gestiegen und zurück auf den Weg gefahren (50 km Flußabwärts der Rhone). Daher heute für 15 Euro (entspricht drei Snickers) in ein Gîte (Refugio) in Chavanay ein Bett gefunden.
Die Herberge wurde erst im Sommer 2008 eröffnet und bietet Platz für zehn Personen. Sie liegt circa 300 meter abseits des Weges im Innern der Kleinstadt. Am Eingang hängt ein Zettel mit einer Telefonnummer. Der Herr am Ende der Leitung teilt dem müden Pilger den Türcode mit und kommt später mit dem Motorrad und einen Baguette um zu kassieren und stempelt (tampon) bei Bedarf in den Pilgerpass einen radelnden Pilger.
Morgen gehts in Schnee auf 1300 Meter.
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Dec
31
2008
admin
Ich habe überhaupt keine Lust, sinnlos Energie zu verschwenden und Lärm zu machen. Deshalb essen wir jetzt Käse im Augerge und gehen dann pennen.
Guten Rutsch!
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Dec
30
2008
admin
ich bin eben auf einen neuen Server umgezogen. Toll.
Jetzt kann man sich auch beim kommentieren ein eigenes Bild verpassen und noch ein paar Neuigkeiten.
Kritik an der neuen Seite? Wünsche? Anregungen?
Ich mach schon wieder Pause, weil Mama und Arthur und eine Freundin zu besuch sind.
Schwimmbad.
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Dec
24
2008
Jonathan
Das Essen in Frankreich soll ja ganz lecker sein. Leider gab es gestern kein Essen. Nur Schlemmereien:
Languste, Champagner, spanischer Schinken und einen Eisbecher.
Ich war bei einer französischen Familie beim Weihnachtsessen.
Frohes Fest!
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Dec
24
2008
Jonathan
Lieber Herr Staatspräsident,
Hiermit beantrage ich dir Umbenennung von “Frankreich” in “Auenland”, das meiner Meinung nach nicht auf Island liegt, sondern in Westeuropa.
Ganz abgesehen davon könnte ein Zyniker sagen, die Wikipedia-Definition von Hobbit passe recht gut auf die Franzosen:
>>Sie sind ein eigentlich nicht passender Anachronismus in einer viel älteren, heroischen und mythischen Welt. So rauchen die Hobbits Pfeifen, leben gemütlich in ihrem Auenland und bleiben ungestört von den großen Problemen ihrer Zeit.<<
Frohe Weihnachten!





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Dec
22
2008
Jonathan
Ich hab heut 8 Minuten auf französisch telefoniert. Alles geht, wenns muss:
Meine Füße waren kalt und nass, es war dunkel und ich hatte keine Ahnung ob und wo ich eine Herberge bekomme.
Ich glaube so lernt man eine Sprache am schnellsten …
(der Tag war übrigens traumhaft sonnig, wodurch leider der Schnee in Strömen den Weg runter gelaufen ist, bis in meine Schuhe rein)
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Dec
21
2008
Jonathan
Endlich habe ich Frankreich erreicht. Das Land mit dem zentralen Schienennetz, einer zentralen Verwaltung und einer zentral gesteuerten Medienbranche. Kurz: dem Land von Luis XIV, Napolion und Sarkozy.
Jedenfalls bin ich seitdem krank und liege seit zwei Tagen in einen Bett im “Buffalo Grill” in St. Julien de Genevoir.
Das Essen ist großartig, die Menschen überwältigend schön und sehr nett.
Ich denke zum ersten Mal daran Heim zu fahren.
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Dec
5
2008
Jonathan
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Nov
29
2008
Jonathan
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